Vergleich

Starface oder Cloud-Telefonanlage: Was passt zu Ihrem Unternehmen?

Starface ist eine Telefonanlage aus Deutschland, die es als Hardware-Appliance, als virtuelle Anlage und als Cloud-Variante gibt. Cloudya ist eine reine Cloud-Telefonanlage. Wir ordnen ein, worin sich die Betriebsformen unterscheiden und welche Fragen Sie sich stellen sollten.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion STKom, Lehre

Kurz gesagt: Bei Starface entscheiden Sie zwischen einer Anlage im eigenen Haus (als Gerät oder virtuell) und einer Cloud-Variante; vertrieben und betreut wird sie meist über Fachhändler. Eine Cloud-Telefonanlage wie Cloudya gibt es nur als Dienst aus dem Rechenzentrum. Wer Telefonie bewusst im eigenen Netz betreiben will, hat mit einer Appliance gute Gründe. Wer keinen Kasten mehr im Serverraum möchte, ist mit einem Cloud-Dienst meist einfacher unterwegs.

Starface kurz eingeordnet

Starface ist ein deutscher Hersteller von Telefonanlagen für Unternehmen. Die Anlage gibt es als eigenes Gerät (Appliance) im Serverschrank, als virtuelle Maschine auf vorhandener Server-Infrastruktur und als Cloud-Angebot. Typisch ist der Vertrieb über Fachhändler, die Einrichtung und Wartung übernehmen. Starface bietet Unified-Communications-Funktionen wie Präsenzanzeige, Chat und Integrationen in Bürosoftware.

Einzelheiten zu Editionen, Lizenzmodellen und Funktionen stellt der Hersteller selbst dar; wir geben hier bewusst keine Detailbewertung ab.

Drei Betriebsformen, drei Verantwortungsmodelle

Appliance im Haus: Die Anlage steht bei Ihnen, braucht Strom, Netzwerk, einen Platz im Schrank und Wartung. Der Telefonanschluss kommt über einen SIP-Trunk. Vorteil: Telefonie läuft in Ihrem Netz und unter Ihrer Kontrolle.

Virtuelle Anlage: Gleiches Prinzip, aber als Software auf Ihrem Server oder Ihrer Virtualisierung. Kein eigenes Gerät, aber weiterhin Verantwortung für Server, Backup und Updates.

Cloud-Dienst: Die Anlage läuft beim Anbieter. Sie verwalten nur noch Nutzer und Regeln. Für Server, Updates und Ausfallsicherheit der Plattform ist der Betreiber zuständig. Diesen Weg gehen wir mit Cloudya.

Typische Anlässe, über einen Wechsel nachzudenken

In der Praxis kommen Unternehmen meist dann auf das Thema, wenn ein Ereignis ansteht: Die Hardware ist in die Jahre gekommen, ein Wartungsvertrag läuft aus, der bisherige Fachhändler betreut nicht mehr, ein Umzug oder ein zweiter Standort steht an, oder Mitarbeitende arbeiten zunehmend mobil und sollen über die Firmennummer erreichbar sein. Das sind gute Momente, die Betriebsform grundsätzlich zu überdenken – nicht nur das Gerät zu tauschen.

Worauf es bei der Entscheidung ankommt

Vier Fragen helfen bei der Einordnung:

  1. Wer betreibt die Technik? Haben Sie eigene IT oder einen Händler, der die Anlage dauerhaft pflegt?
  2. Wo soll Telefonie laufen? Gibt es Gründe, dass sie im eigenen Netz bleiben muss?
  3. Wie mobil arbeitet Ihr Team? Homeoffice und Außendienst sind mit einer Cloud-Anlage meist einfacher abzubilden, siehe Handy als Nebenstelle.
  4. Welche Integrationen brauchen Sie? CRM, Outlook, Branchensoftware, KI-Telefonassistent.

Die Umstellung praktisch gedacht

Wer von einer Anlage im Haus in die Cloud wechselt, verändert mehr als die Technik. Die Telefone hängen nicht mehr an einem Gerät im Serverraum, sondern verbinden sich über das Netzwerk mit dem Rechenzentrum. Deshalb prüfen wir vorher, ob Router, Switches und gegebenenfalls PoE für die Telefone passen.

Außerdem lohnt ein Blick auf Sonderanschlüsse: Türsprechstellen, Faxgeräte, Alarmanlagen oder Frankiermaschinen hängen oft unauffällig an der alten Anlage. Werden sie vergessen, fällt das erst nach der Umstellung auf. Eine vollständige Liste ist deshalb Teil jeder Bestandsaufnahme. Nach dem Wechsel kann die alte Hardware abgebaut und der Platz im Schrank anderweitig genutzt werden.

Wie STKom unterstützt

Wir richten Cloud-Telefonie mit Cloudya von NFON ein. Bei einem Wechsel von einer bestehenden Anlage erfassen wir zuerst Rufnummern, Durchwahlen, Rufgruppen und Endgeräte. Ihre Nummern bleiben erhalten, die Portierung ist kostenfrei. Nach Einrichtung und Paralleltest schalten wir um und sind an diesem Tag vor Ort. Vorhandene Analoggeräte wie Türsprechstelle oder Fax binden wir über Adapter oder digitale Alternativen ein. Der Vertrag ist monatlich kündbar, die Server stehen in Deutschland, das Angebot erstellen wir individuell nach Nutzern und Funktionen.

Überblick

Betriebsformen im Vergleich

KriteriumAppliance im HausVirtuelle AnlageCloud-Dienst (Cloudya)
Hardware bei IhnenJa, eigenes GerätNein, aber eigener ServerNein
Updates und BackupSie bzw. FachhändlerSie bzw. FachhändlerBetreiber
TelefonanschlussSIP-TrunkSIP-TrunkIm Dienst enthalten
Analoge GeräteDirekt oder per GatewayPer GatewayPer Adapter
Mobiles ArbeitenÜber Apps, Netzfreigaben nötigÜber Apps, Netzfreigaben nötigÜber Apps, ohne Zusatzaufwand
InvestitionGerät und LizenzenLizenzenLaufend pro Nutzer
Passt zuTelefonie im eigenen Netz gewünschtVorhandene Server-InfrastrukturKein eigener Betrieb gewünscht

Vereinfachte Übersicht, Stand 2026. Funktionsumfang und Konditionen einzelner Anbieter können sich ändern – maßgeblich ist das jeweilige Angebot.

Ehrliche Antwort

Wann Sie bei Ihrer Starface-Anlage bleiben sollten

Wenn Ihre Anlage aktuell ist, ein Fachhändler sie zuverlässig betreut und Sie mit Funktionen und Bedienung zufrieden sind, ist ein Wechsel meist nicht nötig. Das gilt besonders, wenn Sie erst kürzlich in Hardware und Lizenzen investiert haben – diese Investition sollte sich erst einmal auszahlen.

Auch wenn interne Vorgaben verlangen, dass Telefonie im eigenen Netz bleibt, ist eine Anlage im Haus folgerichtig. Für alle anderen lohnt sich ein Blick auf die Cloud spätestens beim nächsten Hardware-Tausch. Eine Gesamtübersicht zum Vorgehen bietet die Checkliste zur Umstellung.

Häufige Fragen

Fragen zu Starface und Cloud-Telefonie

Was passiert mit Türsprechstelle und Fax beim Wechsel in die Cloud?

Beides lässt sich in den meisten Fällen weiter nutzen. Analoge Geräte werden über einen Adapter angebunden, Faxe können alternativ als PDF per E-Mail ankommen. Wir prüfen Ihre Geräte bei der Bestandsaufnahme. Mehr dazu im Ratgeber Türsprechstelle, Fax und Analoggeräte.

Kann ich vorhandene Systemtelefone weiterverwenden?

Das hängt vom Modell ab. Standard-SIP-Telefone funktionieren oft weiter, herstellerspezifische Systemtelefone eher nicht. Wir prüfen den Bestand und liefern bei Bedarf vorkonfigurierte Geräte von Snom, Yealink oder Gigaset.

Wie lange dauert der Umstieg auf Cloudya?

Bei STKom in der Regel 3 bis 5 Wochen. Die bisherige Anlage bleibt bis zum Umschalttag in Betrieb. Wir richten parallel ein, testen und schalten dann die Rufnummern um. Am Umschalttag sind wir bei Ihnen.

Funktioniert Cloud-Telefonie bei einem Internetausfall?

Ohne Internet im Büro können die Tischtelefone dort nicht telefonieren. Die Anlage selbst läuft aber weiter: Anrufe werden auf hinterlegte Ziele wie Mobiltelefone umgeleitet, und über die Smartphone-App bleiben Sie unter der Firmennummer erreichbar.

Kontakt

Betriebsform gemeinsam klären

Ein paar Sätze genügen. Wir melden uns zu unseren Geschäftszeiten – mit einer ehrlichen Einschätzung, nicht mit einem Verkaufsgespräch.

  • Telefon, Mo–Do 8:30–17:00 Uhr, Fr 8:30–15:30 Uhr05308 935030
  • E-Mailinfo@stkom.de
  • AdresseBerliner Straße 60, 38165 Lehre

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