Was ist eine USV?
Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist ein Gerät mit Akkus, das angeschlossene Technik bei Stromausfall oder Spannungsschwankungen weiter mit Strom versorgt. Sie überbrückt kurze Ausfälle und verschafft Zeit, Server geordnet herunterzufahren.
Schon ein Ausfall von einer Sekunde kann einen Server mitten im Schreibvorgang abschalten. Folgen sind beschädigte Datenbanken oder Dateisysteme – und ein Neustart, der deutlich länger dauert als der Stromausfall selbst.
Drei Bauarten
- Offline (Standby): schaltet bei Ausfall auf Akku um; günstig, mit kurzer Umschaltzeit.
- Line-Interactive: gleicht zusätzlich Spannungsschwankungen aus; verbreitet in kleineren Serverschränken.
- Online (Doppelwandler): versorgt die Geräte ständig über den Wechselrichter, ohne Umschaltzeit; Standard für wichtige Server.
Die Leistung wird in VA oder Watt angegeben, die Überbrückungszeit hängt von Last und Akkukapazität ab.
Was im Ernstfall passiert
In einem Bürogebäude fällt bei einem Gewitter für 20 Minuten der Strom aus. Die USV hält Server, Switch, Firewall und NAS einige Minuten am Laufen. Dauert es länger, sendet sie über eine Netzwerkkarte ein Signal, und die Server fahren automatisch sauber herunter. Mit PoE-versorgten Telefonen bleibt sogar das Telefonieren eine Zeit lang möglich.
Planung und Wartung
Erfassen Sie zuerst, was abgesichert werden muss, und addieren Sie die Leistungsaufnahme mit etwas Reserve. Die Herunterfahr-Automatik muss eingerichtet und getestet sein, sonst nutzt die USV nur wenig. Akkus altern und sollten nach einigen Jahren getauscht werden; ein regelmäßiger Selbsttest und das Melden an das Monitoring zeigen, wann es so weit ist.
Was eine USV nicht leistet
Sie ersetzt kein Notstromaggregat für stundenlange Ausfälle und schützt nicht vor Datenverlust durch Fehlbedienung – dafür braucht es ein Backup.
Passt oft dazu
Was passiert bei Ihnen bei Stromausfall?
USV-Dimensionierung gehört zur Planung im Bereich Netzwerktechnik.