Was ist ein NAS?
Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein Speichergerät mit eigenen Festplatten, das direkt ins Netzwerk eingebunden wird. Mehrere Benutzer greifen darüber auf gemeinsame Dateien zu, und häufig dient es zusätzlich als Ziel für Datensicherungen.
Optisch ist ein NAS oft ein kleiner Kasten mit zwei bis acht Festplattenschächten. Technisch ist es ein spezialisierter Computer mit eigenem Betriebssystem, der sich über eine Weboberfläche verwalten lässt.
Aufbau und Ausfallsicherheit
Die Festplatten werden meist im RAID-Verbund betrieben: Fällt eine Platte aus, laufen die Daten auf den übrigen weiter, bis sie getauscht ist. Wichtig: RAID schützt vor einem Plattendefekt, nicht vor Löschen, Überschreiben oder Verschlüsselung durch Schadsoftware. Viele Geräte bieten zusätzlich Snapshots – eingefrorene Zwischenstände, auf die sich schnell zurückspringen lässt.
Typischer Einsatz in einem kleinen Büro
Eine Agentur mit acht Personen legt Projektdaten auf ein NAS im Technikraum. Nachts sichern die Laptops automatisch dorthin, und das NAS repliziert wiederum auf ein zweites Gerät an einem anderen Standort. So entsteht mit überschaubarem Aufwand eine Kette nach der 3-2-1-Regel, beschrieben im Ratgeber Backup-Strategie 3-2-1.
Risiken, die oft unterschätzt werden
- Ist das NAS als Netzlaufwerk eingebunden, kann Ransomware es mitverschlüsseln.
- Aus dem Internet erreichbare NAS-Geräte sind ein beliebtes Angriffsziel.
- Firmware-Updates werden häufig vergessen.
- Ohne USV kann ein Stromausfall das Dateisystem beschädigen.
NAS, Server oder Cloud?
Ein NAS ist günstiger und einfacher als ein Dateiserver, bietet aber weniger Rechteverwaltung. Cloud-Speicher wie OneDrive ermöglichen Zugriff von überall ohne VPN. Viele Betriebe kombinieren beides: Cloud für die tägliche Arbeit, NAS als zusätzliches Backup-Ziel.
Passt oft dazu
Ihre Daten liegen auf einem Kasten im Schrank?
Speicher, Sicherung und deren Überwachung übernehmen wir im Rahmen der Managed Services.