Was ist SIP?
SIP (Session Initiation Protocol) ist das Standardprotokoll, mit dem IP-Telefone, Apps und Telefonanlagen Gespräche aufbauen, verwalten und beenden. Es regelt die Signalisierung – wer wen anruft, wann es klingelt, wann aufgelegt wird.
Fast jede moderne Telefonie spricht SIP, egal ob Cloud-Anlage, Tischtelefon oder Smartphone-App. Damit lassen sich Geräte verschiedener Hersteller kombinieren.
Signalisierung und Sprache sind getrennt
SIP selbst transportiert keine Sprache. Es handelt aus, wie das Gespräch laufen soll: welche Gegenstelle, welcher Codec, welche Adressen. Die eigentlichen Sprachdaten fließen danach über RTP. Standardmäßig nutzt SIP Port 5060, verschlüsselt (SIPS/TLS) Port 5061; die Sprache wird mit SRTP verschlüsselt. Jedes Gerät meldet sich mit Benutzername und Passwort beim Server an (Registrierung).
Wo SIP im Büro auftaucht
Ein Steuerbüro stellt auf eine Cloud-Anlage um und möchte die vorhandenen Tischtelefone weiterverwenden. Ob das klappt, hängt davon ab, ob die Geräte SIP sprechen und vom Anbieter unterstützt werden. Ein Softphone auf dem Laptop ist ebenfalls ein SIP-Endgerät. Wird eine eigene Anlage mit dem Netz des Anbieters verbunden, spricht man vom SIP-Trunk.
Was für einen störungsfreien Betrieb zählt
- Router mit aktivem „SIP-ALG“ verursachen oft einseitige Sprache oder Abbrüche; meist wird diese Funktion deaktiviert.
- Sprachpakete im Netzwerk bevorzugen (Quality of Service).
- Verschlüsselung nutzen, wenn Anbieter und Geräte sie unterstützen.
- SIP-Zugangsdaten schützen – gekaperte Konten werden für teure Auslandstelefonate missbraucht.
SIP und VoIP
VoIP ist der Oberbegriff für Telefonie über IP-Netze, SIP das dafür am häufigsten verwendete Protokoll. Der Begriff HD Voice beschreibt die Klangqualität, die über SIP ausgehandelt wird.
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