IT-Glossar

Was ist Low-Code?

Low-Code bezeichnet Plattformen, mit denen sich Anwendungen und Automatisierungen überwiegend grafisch zusammenstellen lassen – per Drag-and-drop, Formularen und vorgefertigten Bausteinen. Programmiert wird nur noch dort, wo der Baukasten nicht ausreicht.

Der Gedanke: Fachabteilungen sollen einfache Abläufe selbst bauen können, ohne für jede Kleinigkeit Entwickler zu beauftragen. Das funktioniert – innerhalb gewisser Grenzen.

Wie die Baukästen funktionieren

Statt Code zu schreiben, wählt man einen Auslöser („neue E-Mail mit Anhang“), fügt Schritte hinzu („Anhang in SharePoint speichern“, „Kollegin benachrichtigen“) und verknüpft sie. Vorgefertigte Konnektoren sprechen die API gängiger Programme an. Bekannte Werkzeuge sind Power Automate und n8n; für Formular-Apps gibt es etwa Power Apps. Ohne jede Programmierung spricht man von No-Code.

Wofür es sich in der Praxis eignet

Eine Spedition erhält Lieferscheine per Mail. Ein Low-Code-Workflow speichert den Anhang im passenden Ordner, liest die Auftragsnummer aus und informiert die Disposition. Das Ganze entsteht in wenigen Tagen statt Wochen. Weitere typische Einstiegsfälle sammelt der Ratgeber Prozesse automatisieren im Mittelstand.

Wo die Grenzen liegen

  • Sehr komplexe Logik wird im Baukasten unübersichtlich.
  • Lizenzkosten können mit der Zahl der Abläufe oder Ausführungen steigen.
  • Was „jeder bauen kann“, wird oft von niemandem dokumentiert – Wildwuchs droht.
  • Fehlerbehandlung und Überwachung müssen bewusst eingeplant werden.

Low-Code oder eigene Software?

Für Standardabläufe zwischen bekannten Programmen ist Low-Code meist schneller und günstiger. Bei speziellen Anforderungen oder hohen Datenmengen ist individuelle Entwicklung oft die robustere Wahl. Häufig ergänzen sich beide.

Abläufe ohne großes IT-Projekt automatisieren?

Wir bauen Automatisierungen mit Power Automate, n8n oder eigenem Code.

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