Was ist Latenz?
Latenz ist die Verzögerung, mit der Daten im Netz ankommen. Beim Telefonieren bestimmt sie, wie lange es dauert, bis Ihre Worte beim Gegenüber zu hören sind.
Hohe Latenz bemerken Sie nicht als Rauschen, sondern daran, dass sich Gesprächspartner ständig ins Wort fallen. Jeder wartet auf eine Antwort, die schon unterwegs ist.
Woraus sich die Verzögerung zusammensetzt
Zur reinen Laufzeit durch die Leitungen kommen Wartezeiten in Routern, das Verpacken der Sprache durch den Codec und der Puffer im Telefon, der Schwankungen ausgleicht. Die ITU nennt in ihrer Empfehlung G.114 bis zu 150 Millisekunden in eine Richtung als unproblematisch für Gespräche. Deutlich darüber wird der Dialog zäh.
Bedeutung für KI-Telefonassistenten
Bei einem KI-Telefonassistenten kommt eine zweite Verzögerung hinzu: die Zeit, die Spracherkennung, Sprachmodell und Sprachausgabe für eine Antwort brauchen. Erst wenn diese Kette insgesamt schnell genug ist, wirkt das Gespräch natürlich. Warum das für die Akzeptanz entscheidend ist, beschreibt der Ratgeber KI am Telefon: Akzeptanz bei Anrufern.
Typische Ursachen zu hoher Werte
- Mobilfunk-Hotspots und überlastetes WLAN - ausgelastete Internetleitung ohne Priorisierung von Sprache - Umwege über VPN-Verbindungen - weit entfernte Server Von der Latenz zu unterscheiden ist der Jitter, also die Schwankung der Laufzeit.
Latenz im Alltag erkennen
Ein einfacher Test: Zählen Sie im Gespräch laut bis drei und bitten Sie Ihr Gegenüber, sofort einzustimmen. Kommt die Antwort spürbar versetzt, ist die Laufzeit hoch. Genauer messen Telefonanlagen und Router, die Laufzeiten pro Gespräch protokollieren. Wiederkehrende Werte zu bestimmten Uhrzeiten deuten meist auf eine ausgelastete Leitung im eigenen Haus hin.
Passt oft dazu
Gespräche wirken zäh?
Wie Ihre Leitung für Telefonie aussehen sollte, erklärt der Ratgeber Cloud-Telefonie: Welche Internetleitung? – die passende Anlage finden Sie unter Cloud-Telefonie.