Was ist Jitter?
Jitter beschreibt, wie unregelmäßig Datenpakete beim Empfänger ankommen. Bei VoIP sollen die Sprachpakete im gleichen Takt eintreffen, in dem sie verschickt wurden – schwankt dieser Takt stark, leidet die Sprache.
Ein Netz kann im Durchschnitt schnell sein und trotzdem schlecht für Telefonie: wenn einzelne Pakete mal sofort, mal deutlich später eintreffen.
Was im Telefon passiert
Endgeräte sammeln eingehende Sprachpakete in einem kleinen Zwischenspeicher, dem Jitter-Puffer, und spielen sie gleichmäßig ab. Kommt ein Paket zu spät, ist sein Platz schon vorbei – es wird verworfen. Das Ergebnis sind verschluckte Silben oder eine metallische Roboterstimme. Ein größerer Puffer gleicht mehr aus, erhöht aber die Latenz.
Richtwerte und Messung
Als gängige Faustregel für Sprache gelten Werte unter 30 Millisekunden. Ein einfacher Speedtest zeigt Jitter oft gar nicht an. Aussagekräftiger sind Messungen über einen längeren Zeitraum und zu Spitzenzeiten, wenn alle im Büro arbeiten. Viele Telefonanlagen protokollieren die Werte pro Gespräch.
Was gegen starke Schwankungen hilft
Telefone per Kabel statt WLAN anschließen, Sprachpakete im Router priorisieren und große Uploads zeitlich verlagern. Weitere Fehlerbilder und ihre Ursachen sammelt der Ratgeber VoIP-Sprachqualität: Probleme lösen. Grundlagen zur Technik stehen unter VoIP.
Ein Bild zum Verständnis
Stellen Sie sich ein Förderband vor, auf das im Sekundentakt Kisten gelegt werden. Kommen die Kisten am Ende mal dicht hintereinander, mal mit großen Lücken an, muss jemand sie zwischenlagern, um sie wieder im Takt weiterzugeben. Genau das tut der Jitter-Puffer – und wenn eine Kiste zu spät kommt, fehlt sie im Ablauf.
Passt oft dazu
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