Was ist DECT?
DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) ist ein Funkstandard für schnurlose Telefone. In Europa nutzt er ein eigenes Frequenzband um 1,9 GHz und stört deshalb weder WLAN noch Bluetooth.
Das Mobilteil auf dem Küchentisch zu Hause arbeitet mit DECT – im Unternehmen kommt dieselbe Technik in größerem Maßstab zum Einsatz, etwa in Hallen, Werkstätten oder Arztpraxen.
Basisstation, Mobilteil, Repeater
Eine Basisstation verbindet die Mobilteile mit der Telefonanlage, heute meist per VoIP über das Netzwerk. Die Reichweite liegt im Gebäude typischerweise bei einigen Dutzend Metern, abhängig von Wänden und Bauweise. Größere Flächen werden mit mehreren Basisstationen abgedeckt; ein Gespräch wird beim Gehen von einer zur nächsten übergeben (Handover). Repeater verlängern die Reichweite günstig, verringern aber die Zahl gleichzeitiger Gespräche.
Wo DECT seine Stärken ausspielt
Ein Lagerleiter ist den ganzen Tag zwischen Regalen und Rampe unterwegs. Ein Tischtelefon hilft ihm nicht, ein Smartphone mit App hängt vom WLAN ab. Ein robustes DECT-Mobilteil dagegen hält lange durch, ist schnell bedienbar und klingelt unter seiner Durchwahl. Ähnlich in Praxen: Das Mobilteil wandert mit vom Empfang ins Behandlungszimmer.
Planung und Auswahl
- Vorab eine Funkausleuchtung machen, besonders bei Stahlregalen oder Beton. - Basisstationen brauchen Strom oder PoE und Netzwerk. - Auf Kompatibilität mit der Telefonanlage achten; Hersteller wie Gigaset, Snom oder Yealink bieten Systeme für Cloud-Anlagen. - Akkulaufzeit und Schutzklasse für den Einsatzort prüfen. Was Endgeräte im Gesamtbudget ausmachen, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Telefonanlage?.
DECT oder WLAN-Telefon?
WLAN-Telefone nutzen das vorhandene Funknetz, konkurrieren dort aber mit Laptops um Bandbreite. DECT ist ein separates, auf Sprache optimiertes Netz – meist die stabilere Wahl für reine Telefonie.
Passt oft dazu
Telefonieren in Halle und Lager?
Passende Mobilteile und Basisstationen finden Sie unter Telefonie-Hardware.