Was ist TAPI?
TAPI (Telephony Application Programming Interface) ist eine von Microsoft eingeführte Programmierschnittstelle für Windows, über die Anwendungen Telefone steuern können. Programme wie Outlook oder ein CRM wählen damit Nummern und erhalten Informationen über eingehende Anrufe.
TAPI ist eine der verbreitetsten technischen Grundlagen für CTI am Windows-Arbeitsplatz. Viele Branchenprogramme bieten eine „TAPI-Unterstützung“ – gemeint ist genau diese Schnittstelle.
Treiber zwischen Anlage und Programm
Damit TAPI funktioniert, braucht der PC einen passenden Treiber, den TAPI Service Provider (TSP). Er übersetzt zwischen den Befehlen der Anwendung und der jeweiligen Telefonanlage. Es gibt Treiber für einzelne Arbeitsplätze (First-Party) und Server-Lösungen, die alle Nebenstellen zentral überwachen (Third-Party). Die meisten Anwendungen nutzen die etablierte Version TAPI 2.x.
So nutzt eine Kanzlei die Schnittstelle
In einer Anwaltskanzlei ist die Kanzleisoftware TAPI-fähig. Ruft eine Mandantin an, öffnet sich ihre Akte, bevor abgenommen wird. Rückrufe starten per Klick aus der Akte, und die Gesprächsdauer landet automatisch im Zeiterfassungsmodul. Mit einer Cloud-Telefonanlage funktioniert das ebenfalls, sofern der Anbieter einen TAPI-Treiber oder eine Brückensoftware bereitstellt.
Worauf Sie achten sollten
- Der Treiber muss zur Anlage und zur Windows-Version passen. - Bei Terminalservern oder virtuellen Desktops sind besondere Lösungen nötig. - Rufnummern in der Software einheitlich formatieren, sonst klappt die Zuordnung nicht. - Cloud-Programme im Browser sprechen oft kein TAPI, sondern nutzen eine API oder Erweiterung. Tiefer geht der Ratgeber TAPI und CTI erklärt.
TAPI im Verhältnis zu CTI und Software
CTI ist das Ziel, TAPI ein Weg dorthin. Software wie TAPICall von ESTOS setzt auf TAPI auf und ergänzt Funktionen wie Kontaktsuche über mehrere Datenquellen.
Passt oft dazu
Ihre Software soll das Telefon steuern?
Lösungen dafür zeigen wir unter TAPI-Integration und TAPICall.