IT-Glossar

Was ist ein Session Border Controller?

Ein Session Border Controller (SBC) sitzt an der Grenze zwischen zwei Telefonie-Netzen – etwa zwischen Ihrer Anlage und dem Netz des Anbieters. Er prüft, übersetzt und schützt die Verbindungen, die diese Grenze passieren.

Man kann sich den SBC als spezialisierte Firewall für Telefonate vorstellen. Er versteht die Sprache der Telefonie und greift dort ein, wo eine normale Firewall nur Datenpakete sieht.

Aufgaben an der Netzgrenze

  • Angriffe und unerwünschte Verbindungsversuche abwehren, etwa Massenanfragen auf SIP-Konten
  • Signalisierung und Sprache verschlüsseln und entschlüsseln
  • Unterschiede zwischen Systemen ausgleichen, zum Beispiel abweichende SIP-Varianten oder Codecs
  • Netzadressen übersetzen, damit Sprache in beide Richtungen ankommt

Braucht ein mittelständischer Betrieb einen SBC?

Bei reiner Cloud-Telefonie übernimmt der Anbieter diese Funktion in seinem Rechenzentrum – Sie brauchen kein eigenes Gerät. Relevant wird ein SBC, wenn eine Anlage vor Ort per SIP-Trunk angebunden ist oder Systeme wie Microsoft Teams mit einem Telefonie-Anbieter verbunden werden. Dann sitzt er als Gerät, Software oder Dienst zwischen den Welten.

Bezug zur Sicherheit

Ein falsch konfigurierter Übergang ist ein typisches Einfallstor für Gebührenbetrug. Welche weiteren Schutzmaßnahmen zählen, beschreibt der Ratgeber Cloud-Telefonie: Sicherheit.

Bauformen eines SBC

Einen SBC gibt es als eigenes Gerät im Technikraum, als Software auf einem Server oder als gemieteten Dienst beim Anbieter. Manche Firewalls und Router für Geschäftskunden bringen ähnliche Funktionen mit. Welche Variante passt, hängt von der Zahl der Leitungen, den angebundenen Systemen und davon ab, wer die Konfiguration künftig pflegt.

Anlage vor Ort sicher anbinden?

Wir prüfen, ob ein SBC nötig ist oder der Wechsel in die Cloud die einfachere Lösung ist.

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