Was ist eine Firewall?
Eine Firewall ist ein Schutzsystem an der Grenze zwischen Netzen – meist zwischen Internet und Firmennetz. Sie prüft jede Verbindung anhand festgelegter Regeln und lässt nur erlaubten Datenverkehr durch.
Der Router vom Internetanbieter enthält zwar eine einfache Firewall-Funktion, für Unternehmen reicht das aber selten. Eine eigenständige Firewall bietet mehr Kontrolle, Protokollierung und Schutzfunktionen.
Vom Paketfilter zur Next-Generation-Firewall
Einfache Firewalls entscheiden nach Absender, Ziel und Port. Moderne Geräte, oft Next-Generation-Firewall oder UTM genannt, erkennen zusätzlich Anwendungen, filtern Webseiten nach Kategorien, scannen auf Schadsoftware und blockieren bekannte Angriffsmuster. Außerdem stellen sie VPN-Zugänge für Homeoffice und Filialen bereit und trennen das Netz in Zonen, etwa für Gäste, Produktion oder eine DMZ.
Was eine Firewall im Betrieb verhindert
In einer Werkstatt hängen Diagnosegeräte, Kassensystem und Büro-PCs im selben Netz. Eine Firewall mit getrennten Bereichen sorgt dafür, dass ein infiziertes Gerät nicht alle anderen erreicht. Außerdem blockiert sie ausgehende Verbindungen zu bekannten Schadservern, wenn doch einmal etwas durchrutscht.
Worauf es bei Auswahl und Pflege ankommt
Entscheidend ist weniger das Logo auf dem Gerät als die laufende Pflege: Firmware-Updates, aktuelle Lizenzen für Schutzfunktionen und Regeln, die regelmäßig überprüft werden. Eine Firewall mit abgelaufener Lizenz filtert oft nur noch eingeschränkt. Auch der Durchsatz muss zur Internetleitung passen, damit Glasfaser nicht ausgebremst wird. Mehr dazu im Ratgeber Firewall für kleine Unternehmen.
Firewall ist nicht alles
Sie schützt die Netzgrenze, aber nicht vor einem Klick auf einen Phishing-Link im Homeoffice. Deshalb ergänzen EDR auf den Geräten und MFA bei den Konten den Schutz.
Passt oft dazu
Ist Ihre Firewall gepflegt?
Auswahl, Einrichtung und Wartung beschreiben wir auf der Seite Firewall.